Gummiknüppel kaufen

Ein Gummiknüppel ist eine der simpelsten Schlagwaffen und wahrscheinlich auch die älteste. Der Gummiknüppel ist eine Nahkampfwaffe und gehört somit wie der Teleskopschlagstock oder der Tonfa in die Kategorie der Schlagwaffen und Wuchtwaffen. Bei der Benutzung dringt der Gummiknüppel nicht in den Körper ein, was ihn weniger gefährlich als ein Messer oder eine Pistole macht. Der Knüppel ist ca. 40 cm lang, bringt 460 Gramm auf die Waage und hat eine Dicke von 3 cm.

Bis 2008 war vielerorts der Gummiknüppel bei der deutschen Polizei zum Beispiel gegen Demonstranten im Einsatz. Dieser war tatsächlich aus Vollgummi. Es gibt aber auch Modelle, die nicht komplett aus Vollgummi bestehen, sondern einen mit Eisen oder Quarzsand gefüllten Schaft besitzen, dieser war mit einer Gummierung versehen. Bei der Polizei wird der Gummiknüppel auch Polizei-Gummistab genannt. Platz fand dieser im Einsatz in einem Holster am rechten Hosenbein. Seit 2008 wurde der Gummiknüppel gegen den Teleskopschlagstock ersetzt. Den Ausrichten konnte man mit dem primitiven Schlagstock nicht viel, eher anrichten war angesagt.

* Preis wurde zuletzt am 23. Juli 2017 um 17:48 Uhr aktualisiert

Rechtlich zählt der Gummiknüppel zu den Hieb- und Stoßwaffen nach § 1 Abs. 7 WaffG1976 bzw. § 1 Abs. 2 Nr. 2 a WaffG02 i.V. mit Anlage 1 Abschnitt 1 Unterabschnitt 2 Nr. 1.1.. Der Besitz ist nicht verboten, allerdings, wie auch beim Teleskopschlagstock darf der Gummiknüppel bei öffentlichen Veranstaltungen nicht mitgeführt werden. Nach § 36 Abs. 1 WaffG02 sind legale Waffen vor unbefugten Zugriff durch Dritte zu schützen. Der Gummiknüppel muss also nicht in einem Safe, wohl aber in einem verschlossenen Behältnis aufbewahrt werden.

Polizei ersetzt Gummiknüppel gegen Teleskopschlagstock

Gummiknüppel Polizei

Quelle: dpa

2008 waren bei unserer Polizei die eingesetzten Gummiknüppel nicht mehr zeitgemäß. Daher wurde 2100 Polizei-Gummistäbe durch Teleskopschlagstöcke von der Mainzer Firma Bonowi ersetzt. Die neuen Schlagstöcke sind 530 Gramm schwerer Stahl, unbiegsam und bis zu 50 cm lang. Ein ähnlicher Teleskopschlagstock ist auch im Kopp-Verlag* für unter 20 Euro erhältlich.

Der ausgediente Gummiknüppel konnte ganz abhängig von dem Polizisten, der ihn einsetzt, weniger Brüche, sondern eher Platzwunden verursachen. Die Ursache dafür ar die Elastizität des Vollgummi-Schlägers. Hinzu kamen natürlich noch die Art, wie der Polizist den Schlagstock schwung und mit welchem Krafteinsatz. Daher kennt sie jeder, die Schreckensbilder aus vielen Städten Deutschlands, auf denen Polizisten auf vermeintlich wehrlose Demonstranten einschlugen.

Nach dem ersten Weltkrieg, als die Polizei in Deutschland erstmalig mit dieser Waffe austattete, hielt man sie für eine durchaus humane Waffe. Vor dem Austausch mit Teleskopschlagstöcken sah man das mittlerweile aber ein wenig anders. Der Gummiknüppel war nicht nur eine Schmerzhafte Schlagwaffe, sondern auch ein Symbol für Macht und gleichzeitig Ohnmacht der Polizei. Den Knüppel konnte man im Gegensatz zum heutigen Teleskop-Schlagstock nicht verdecken. Zivilisten und Demonstranten sahen daher in ihm durchaus eine Provokation. Damit bekamen Polizisten keine Symphatiepunkte in der Bevölkerung.

Mit der neuen Waffe am Hosenbund ist die Polizei mit einem Teleskopschlagstock um einiges flexibler in der Anwendung des Schlagstockes. Man kann ihn leicht unter der Jacke verstecken bzw. verdecken. Angreifer können zurück- oder abgedrängt werden, da sich der Aktionsradius um einige cm verlängert hat. Auch kleine Polizisten haben die Möglichkeit, görßere Angreifer abzuwehren und zu fixieren. Dazu trainieren Polizisten den Umgang mit der Gummiknüppel-Alternative und erlernen verschiedene Hebelgriff-Variationen. Schläge auf den Kopf sind allerdings verboten, die Polizei darf nur Oberschenkel oder Arme maltretieren. Alles andere wäre zu gefährlich.

Zwar sprachen sich einige Menschenrechtler gegen den Austausch des Gummiknüppels aus, die bisherige Erfahrung zeigt allerdings, dass das rasche Ausfahren des neuen Teleskopschlagstockes und das damit metallische Klicken potentielle Straftäter schon so beeindruckt, das diese von ihrem Vorhaben abließen.

Straftatbestand, wenn man mit einem Gummiknüppel bedroht wird?

Welcher Straftatbestand wird eigentlich erfüllt, wenn man jemand mit einem Gummiknüppel bedroht oder mit diesem bedroht wird? Diese Frage findet man häufig im Internet, vorallem in Frageportalen und Foren zur Selbstverteidigung. Die rechtlichen Aspekte haben wir eingehend ja schon erwähnt, erklären dir aber dennoch, wie schnell du eine Straftat begehen kannst.

  1. Seit dem 22. Februar 2008 hat der deutsche Bundestag beschlossen, dass der Gummiknüppel nach §42 des Waffengesetzes zu den Hieb- und Stoßwaffen zählt. Bei diesen ist das mitführen verboten. Wird jemand also ausserhalb geschlossener Rume oder in Der Öffentlichkeit bedroht, liegt hier schon ein Verstoß gegen das Waffengesetz vor.
  2. Zusätzlich begeht man den Straftatbestand der Bedrohung. Den mit dem gerichteten Gummiknüppel gegen das vermeintliche Opfer, auch wenn man diesen nciht einsetzen möchte ist de Vortäuschung ein vermeintliches Verbrechen in Form einer Körperverletzung zu begehen. im Klartext gibt man mit einem drohenden Knüppel vor, sein Opfer damit zu verletzen.